Einleitung
KliGAS Blies ist das FuE-Leitprojekt im Saarland zur Entwicklung eines Frühwarnsystems für Klimagefahren – zunächst für die drängenden Themen Hochwasser und Starkregen, das später auch auf weitere Klimagefahren wie Hitze, Dürre, Brände oder Stürme erweitert werden soll. Es wird gemeinsam mit den Blies-Anrainerlandkreisen St. Wendel, Neunkirchen und dem Saarpfalzkreis durchgeführt. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes (MUKMAV).
Es gliedert sich in mehrere Stufen. Insbesondere werden dabei in den kommenden fünf Jahren neuartige Ansätze zur Überflutungsvorhersage unter anderem mit Hilfe künstlicher Intelligenz untersucht.
Zum Einsatz kommen umfangreiche Grundlagendaten wie Pegelinformationen, Niederschlags- und Windmessdaten sowie -prognosen. Diese werden automatisiert und rund um die Uhr in Rechenmodellen ausgewertet und bei Erkennung einer Gefährdung Warnmeldungen übermittelt. KliGAS bietet den öffentlichen Entscheidungsträgern aus Politik und Kommunen, aber auch den Katastrophenschützern und Feuerwehren eine wichtige Entscheidungsgrundlage vor und in Katastrophenlagen.
Nach Abschluss der Forschungsarbeiten soll das System aus dem Leitprojekt KliGAS Blies auf das gesamte Saarland ausgeweitet werden. KliGAS ist aber auch bundesweit bereits zu einem wasserwirtschaftlichen Leuchtturmprojekt des Saarlandes geworden – es gibt bereits Anfragen aus anderen Bundesländern. Bei einem solch umfassenden Projekt, das auch den Katastrophenschutzbehörden in der Lage als Entscheidungsinstrument dienen soll, werden viele weitere Aspekte untersucht, darunter die Cybersicherheit, die Verlässlichkeit von Wettermodellen und Messsystemen, Aspekte der Alarm- und Einsatzplanung, die Sicherheit kritischer Infrastruktur sowie die Visualisierung der Prognosen für die Bürger.
Stufe 1 – abgeschlossen
Die erste Stufe von KliGAS Blies ist bereits abgeschlossen. Es wurde ein Frühwarnsystem mit Hilfe der Software Delft-FEWS für das Einzugsgebiet der Blies unter Einbindung vorhandener Messsysteme, DWD-Daten und Messdaten des LUA entwickelt. Dabei wurde auch ein umfangreiches Messnetz mit Pegeln, Niederschlagsschreibern und Wetterstationen errichtet und integriert. Das System befindet sich im Livebetrieb und dient als Grundlage für Stufe 2 – und ist bei den Katastrophenschutzbehörden der beteiligten Landkreise bereits im Einsatz.
Gefördert und begleitet von






